Stiftungsberatung Leipzig Barbara Ditze

Aus der Praxis

Nachfolgeberatung: schrittweise loslassen

Auch Stifter müssen als Alleinvorstand rechtzeitig über eine Nachfolge nachdenken. In Erinnerung an den Großvater errichtete der Enkel  vor 10 Jahren eine Stiftung zur Förderung der Jugend-und Altenhilfe. Nach erfolgreicher Fördertätigkeit und Arbeit als alleiniger Vorstand wird nun aufgrund des hohen Alters deutlich, dass es Zeit wird, sich professionelle Hilfe bei der Durchführung der Programmarbeit und der Administration zu suchen. Gleichzeitig wird an einer Strategie gearbeitet, die Stiftungsarbeit in vertrauensvolle Hände zu übergeben.

Erstberatung für Privatpersonen, Kommunen und Unternehmer

Erste Beratungen über die Gründung einer Stiftung sind sehr individuell. Je nach Vorkenntnissen, Lebenssituation,  privaten Voraussetzungen und Themenaffinität wird das Prinzip Stiftung bei einem 2 stündigen Treffen vorgestellt und den persönlichen Fragen zur Stiftungsgründung nachgegangen.

Neugestaltung der Website als Ausgangspunkt für einen Change

Die Internetseite soll überarbeitet werden. „Eigentlich wollen wir nur ein etwas aktuelleres Layout…
Ach ja, jüngere Menschen wollen wir ebenfalls ansprechen und übrigens, Zustifter und Förderer brauchen wir auch ganz dringend.“  –   Bevor es an das Layout ging, wurden in einem Workshop die primären Nutzergruppen, die Erwartungen und die Bildsprache herausgearbeitet. Anschließend wurde die Position der Website innerhalb der Kommunikationsstrategie betrachtet und Änderungen im Instrumentenportfolio beschlossen. Die Ergebnisse flossen in das Pflichtenheft, das als Arbeitsgrundlage für die Agentur diente.

Strategiearbeit als Grundlage für die Kommunikation

Die regionale Stiftung wurde vor zwei Jahren gegründet und erste Programme erfolgreich umgesetzt. Die ehrenamtlich geführte Stiftung hat viel Zeit in die Umsetzung des Programms investiert und neue Pläne entwickelt. Aus „wir planen“ ist Umsetzung geworden. Landesregierung, Unternehmer und Fachkreise sind an der Unterstützung und Entwicklung weiterer Programme interessiert. Doch bislang fehlte die Zeit adäquate Informationsmaterialien für potentielle Förderer zu erstellen. Was ist das Einzigartige an der Stiftung, wie kann man die Projekte „Nicht-Eingeweihten“ verständlich präsentieren? Welche Informationen brauchen die unterschiedlichen Förderer? Zusammen mit Mitgliedern des Vorstands und des Kuratoriums wurden in einem Tagesworkshop die zentralen Schlüsselbegriffe geklärt, die die Stiftung und die Organisation und den Zweck definieren. Sie dienen nun als Grundlage für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.

Coaching: Erste Hilfen nach der Stiftungsgründung

Die Stiftung ist anerkannt und nun kann die Arbeit beginnen. Eine Mitarbeiterin aus dem nahestehenden Unternehmen soll die Aufgaben der Stiftungsadministration übernehmen. Die eigenen Kompetenzen und das Arbeitsfeld „Verwaltung“ sind bekannt, Unsicherheiten bestehen aber darüber, wie eine Stiftung „funktioniert“. Welche Aufgaben stehen nun an? Welche Informationsflüsse und welches Berichtswesen müssen jetzt eingerichtet werden? Welchen Anforderungen der Stiftungsaufsicht und des Finanzamtes muss nachgegangen werden, was bei der Erstellung eines Jahresberichtes zu berücksichtigen?
In einer ersten Coaching-Einheit wurde in die Grundzüge einer Stiftung eingeführt und ein intensiven Überblick über die Aufgaben des Stiftungsmanagements gegeben. Gemeinsam erarbeiteten wir den Jahresablauf. Anschließende aufkommende Fragen wurden telefonisch zeitnah geklärt – immer dann wenn Bedarf bestand.

Stakeholderrecherche

Will man Baudenkmäler retten, muss man schnell reagieren und ein breites Netzwerk aktivieren können. Zur Überarbeitung und Erweiterung der Datenbank wurden bestehende Organisationen, neue Initiativen und themenaffine Unternehmen gefunden und bewertet.

Die Gründung einer Bürgerstiftung

Stadt und Stadtrat sind sich einig. Die Stadt braucht eine Bürgerstiftung, um sozialen und kulturellen Bedürfnissen gerecht zu werden und ihren Bürgern eine Möglichkeit zu bieten, sich auch über ihre Lebenszeit hinaus für ihre Heimat einzusetzen. Wie aber soll das Vorhaben angegangen werden, wer soll Initiator sein? Wie viel Stadt braucht eine Bürgerstiftung?
Zusammen mit dem Bürgermeister und einem kleinen Kreis von privaten Initiatoren wurden in einem Gründungsworkshop die Grundsätze einer Bürgerstiftung umrissen, Entscheidungshilfen für die Satzungsinhalte  formuliert, Stolpersteine aufgezeigt und die Vorgehensweise abgestimmt.

Programmentwicklung: Recherche und Analyse als Entscheidungshilfe

Eine Stiftung möchte zusammen mit weiteren Akteuren vor Ort eine Akademie gründen. Unterschiedliche Ansprüche und Vorstellungen über die Zielgruppen, die Umsetzung des Programms und die Wirkung sollen dabei in Einklang gebracht werden. Doch zunächst steht die Frage im Raum: Welche Chancen hat die Akademie, auf dem regionalen und überregionalen Markt zu bestehen?
Nach einer gemeinsamen Sitzung und zusätzlichen Einzelgesprächen wurde der Kerngedanke des neuen Projektes formuliert, um einen Konsens unter den Beteiligten herzustellen. Als Entscheidungshilfe für die spätere Ausrichtung der Akademie erfolgt eine erste Marktanalyse und darauf basierend der Umsetzungsvorschlag.

Redaktion der Website: Know-How und Kontinuität in der Kommunikationsarbeit

Die Website ist für viele Organisationen das zentrale Kommunikationsinstrument für die interessierte Öffentlichkeit, Fachkreise und Unterstützer. Die öffentlichkeitsgerechte Aufbereitung der Texte in Deutsch und Englisch, die zeitnahe Einstellung der Informationen, die einheitliche Pflege der dahinterliegenden Dateien sowie der Umgang mit dem Programm haben den Rahmen ehrenamtlicher Arbeit mit der Zeit gesprengt. Daher entschloss sich der Vorstand für eine externe Online-Redaktion. Durch die kontinuierliche Arbeit im engen Zusammenspiel mit den Mitarbeitern können zeitgemäße Weiterentwicklungen aufgezeigt und umgesetzt werden.

Weiteres:

  • Beratung einer Stadt bei der Durchführung eines Bürgerbeteiligungsverfahren zur Umnutzung von leerstehenden Industriebaudenkmalen und Erstellung eines Handlungsleitfadens
  • Erstellung einer Broschüre zu Fördermöglichkeiten und Fundraisingansätzen für private Inititativen im Bereich Denkmalpflege in Sachsen
  • Beratung einer Stadt zur Gründung einer Stiftung zum Erhalt ihres technischen Baudenkmales
  • Beratung einer Stadt bei der Aktualisierung ihrer Förderrichtlinien und Durchführung von vorbereitenden Workshops mit Beteiligung der gemeinnützigen Akteure